Myopie-Management – Kurzsichtigkeit im Griff

Unter Myopie-Management versteht man die Bestrebung, Kurzsichtigkeit zu beobachten, zu dokumentieren und im besten Fall durch geeignete Maßnahmen zu verlangsamen und so möglichen Spätfolgen vorzubeugen. Dafür bietet das MYOSLOW ein Konzept und kann mit speziellen Brillengläsern helfen die Kurzsichtigkeit in den Griff zu bekommen – für entspanntes Sehen in allen Entfernungen.

Kurzsichtigkeit (Myopie) ist mittlerweile weit verbreitet: Mehr als ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist kurzsichtig. Tendenz steigend.

Bei Kindern und Jugendlichen befindet sich der Augapfel noch im Wachstum und muss das Sehen erst „lernen“. Kurzsichtigkeit kann zwar vererbt sein, wird aber auch durch die moderne Lebensweise begünstigt: Fokussiert der Blick in der frühen Entwicklungsphase häufig auf Gegenstände in der Nähe, z. B. durch zu viel „Nahsehen“ am Bildschirm und zu wenig in die Ferne schauen, passt sich das Auge irgendwann an. Die Folge: Der Augapfel wächst, was wiederum Kurzsichtigkeit verursacht und das Scharf-Sehen in der Ferne erschwert. Auch zu wenig Zeit draussen wirkt sich negativ auf die Augenentwicklung aus: Studien haben gezeigt, dass Tageslicht das Augenlängenwachstum positiv beeinflussen kann.

Viele Menschen denken, Kurzsichtigkeit sei ausschliesslich lästig, weil eine Brille oder Kontaktlinsen benötigt werden. Sie halten es aus diesen Gründen für ein rein ästhetisches Problem, das ist aber nicht richtig. Eine sich stetig verschlechternde Kurzsichtigkeit kann sogar gefährlich werden. So steigen mit zunehmender Verschlechterung die Risiken für Grauen/Grünen Star oder gar Netzhautablösungen um ein Vielfaches.

Der Kurzsichtigkeit kann vorgebeugt werden: Mit dem richtigen Sehverhalten. Das Risiko kurzsichtig zu werden oder die Kurzsichtigkeit zu verstärken kann bei Kindern durch ausreichenden Aufenthalt im Freien bei Tageslicht gesenkt werden. Um den negativen Auswirkungen der geänderten Seh-, Lern- und Lesegewohnheiten der letzten Jahre und Jahrzehnte entgegenzuwirken, ist es für Eltern entscheidend, aufmerksam das Verhalten des eigenen Kindes zu beobachten und positiv zu beeinflussen.

Dabei helfen die 5 Punkte:

1. Wenig Bildschirmzeit
Heutzutage verbringen wir viel Zeit mit Smartphone, Fernseher & Co. – begrenzen Sie die nicht notwendige Bildschirmzeit Ihres Kindes auf ein Minimum (maximal eine Stunde täglich).
2. Auszeiten gönnen
Lassen Sie Ihr Kind rund 10 Minuten Pause machen, nachdem es ca. 30 Minuten intensive Naharbeit geleistet hat (lesen, schreiben oder Smartphone, …). Am besten lässt Ihr Kind seinen Blick dabei in die Ferne schweifen.
3. Gute Rahmenbedingungen schaffen
Alles, was das Auge entlastet, ist hilfreich: Achten Sie also auf eine gute Beleuchtung beim Lesen, große Schrift bei der Bildschirmarbeit und ausreichend natürliches Licht.
4. Raus ins Tageslicht
Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind viel Zeit draußen verbringt. Mindestens 90 Minuten und mehr. Je länger Ihr Kind mit Naharbeit verbringt, desto länger sollte es bei Tageslicht im Freien sein.
5. Regelmäßige Kontrolle
Nutzen Sie die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen und kontaktieren Sie einen Spezialisten, sollten Sie das Gefühl haben, Ihr Kind könnte an einer Sehschwäche leiden.

Mit normalen Brillengläsern wird bisher nur die reine Kurzsichtigkeit in der Ferne korrigiert. Das ermöglicht scharfes Sehen auf entfernte Distanzen, hat aber keinen Einfluss auf den Verlauf der Kurzsichtigkeit. Neu entwickelt wurde das Myopieglaskonzept MYOSLOW. Eine Kombination aus speziell entwickelten Brillengläsern und Tipps zum individuellen Verhalten sollen helfen, das Fortschreiten der Kurzsichtigkeit zu bremsen.

Wir beraten Sie gerne – machen Sie einen Termin bei unseren Spezialisten Anna Serdjuk oder Christa Leiner.

Weitere Informationen finden Sie auf: myoslow.com

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